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	<title>Beckstage &#187; CSU</title>
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		<title>Tweet, tweet, tweet, wir haben uns alle lieb.</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 09:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Beck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Weg nach Duschanbe auf meiner Delegationsreise nach Tadschikistan konnte ich während des Flugs über die netzpolitische Schwimelei der Union nachdenken (etwas verspätet jetzt im Netz, da hier Nertzanschluss noch keine Selbstverständlichkeit ist, im Gegenteil!). In den Sozialen Netzwerken machen diese dorobaeraltmaiers einen auf gute Laune und digitale Avantgarde. Politisch machen sie für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf dem Weg nach Duschanbe auf meiner <a href="http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2011/pm_111027.html" target="_blank">Delegationsreise nach Tadschikistan</a> konnte ich während des Flugs über die netzpolitische Schwimelei der Union nachdenken (etwas verspätet jetzt im Netz, da hier Nertzanschluss noch keine Selbstverständlichkeit ist, im Gegenteil!). In den Sozialen Netzwerken machen diese dorobaeraltmaiers einen auf gute Laune und digitale Avantgarde. Politisch machen sie für die Freiheit im Netz keinen Finger krum. Man werfe nur einen<a href="http://gruen-digital.de/tag/enquete/" target="_blank"> Blick in die &#8220;Internet-Equete&#8221;</a>. Hier blogge ich meine Sorgen um die Augenwischerei der Konservativen auf dem Weg in eine große Koaltion. Und wenn alles schief läuft, sind die Piraten objektiv betrachtet (Nolens volens) dabei ihre Steigbügelhalter.<span id="more-398"></span></strong><strong></strong></p>
<h1>Na, dann mal Tacheles2.0</h1>
<p>Die Reaktion der Union auf <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/internetregulierung-volker-beck-netzanschluss-ist-menschenrecht-11511465.html" target="_blank">„Menschenrecht auf Netzzugang“ (FAZ 31.10.2011)</a>  und <a href="../../2011/10/31/pipio-ergo-sum/#more-378" target="_blank">„pipio ergo sum“</a> auf „Beckstage“ erreichte mich, bevor ich vom tatsächlichen Erscheinen meines Artikels in der FAZ Kenntnis hatte. <a href="http://twitter.com/#%21/dorobaer" target="_blank">@DoroBaer</a> tweetete fast schon beleidigt, weil ihr Name nicht in der FAZ stand, <a href="http://twitter.com/#%21/DoroBaer/status/130899715129753600" target="_blank">dies</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #333333;">&#8220;Hätte <a href="http://twitter.com/#%21/Volker_Beck" target="_blank"><span style="color: #333333;">@</span></a><a href="http://twitter.com/#%21/Volker_Beck" target="_blank"><span style="color: #333333;">Volker_Beck</span></a> Größe bewiesen hätte er aus der Union heute im <a href="http://twitter.com/#%21/FAZ_Feuilleton" target="_blank"><span style="color: #333333;">@FAZ_Feuilleton</span></a> <a href="http://twitter.com/#%21/petertauber" target="_blank"><span style="color: #333333;">@petertauber</span></a> oder <a href="http://twitter.com/#%21/tj_tweets" target="_blank"><span style="color: #333333;">@tj_tweets</span></a> erwähnt. Nicht nur Innenpol.!&#8221;</span></p>
<p>und <a href="http://twitter.com/#%21/DoroBaer/status/130916654422032384" target="_blank">jenes</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;<a href="http://twitter.com/#%21/Volker_Beck" target="_blank">@Volker_Beck</a> Da hätte ja der Tenor der bösen Internetausdrucker und -abschalter nicht mehr gepaßt! <a href="http://twitter.com/#%21/peteraltmaier" target="_blank">@peteraltmaier</a> <a href="http://twitter.com/#%21/petertauber" target="_blank">@petertauber</a> <a href="http://twitter.com/#%21/tj_tweets" target="_blank">@tj_tweetshnt</a>. Nicht nur Innenpol.!&#8221;</p>
<p>und ein paar Stunden später meldete sich ein <a href="http://twitter.com/#%21/hildwin" target="_blank">@hildwin</a>, der Leiter von <a href="http://twitter.com/#%21/cducsubt" target="_blank">@cducsubt</a>, zu Wort und äußerte seine private Meinung auf einer Linie mit <a href="http://twitter.com/#%21/dorobaer" target="_blank">@dorobaer</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #888888;">„Die Freiheit im Internet ist damit also gerade kein parteipolitischer Zankapfel, sondern selbstverständlicher Grundkonsens unserer Gesellschaft.“</span></p>
<p>Diese Botschaft ist bei den Konservativen überall zu finden: Es ist schwierig. Wir sind alles Lernende. Allenfalls die „Netzis“ (Originalton-Altmaier) oder die Piraten haben’s drauf. Oder wie es Peter Altmaier hilflos in der <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/politik-und-internet-mein-neues-leben-unter-piraten-11493287.html" target="_blank">FAZ</a> schrieb:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #333333;">„Aus Sicht der Politik liegt das Problem mit der Netzpolitik allerdings darin, dass sehr wenige davon fast alles und sehr viele davon fast nichts verstehen. Das liegt daran, dass sich die reale Welt und die virtuelle Welt des Netzes über viele Jahre parallel zueinander entwickelt haben.“</span></p>
<p><strong>Wir haben uns alle lieb bei Twitter.</strong> <a href="http://twitter.com/#%21/dorobaer" target="_blank">@dorobae</a>r bestellt darüber Sachertorte und <a href="http://twitter.com/#%21/peteraltmaier" target="_blank">@peteraltmaier</a> sammelt Häkelschweine. Aber am Ende geht es um Politik und nicht um Bauklötzchenstaunen beim „Internetgucken“. Oder wie es treffend unser grüner netzpolitischer Sprecher, <a href="http://twitter.com/#%21/KonstantinNotz" target="_blank">@KonstantinNotz</a>, einmal sagte: „Was zählt ist auf dem Platz!“. Doch <a href="http://twitter.com/#%21/hildwin" target="_blank">@hildwin</a> und <a href="http://twitter.com/#%21/peteraltmaier" target="_blank">@peteraltmaier</a> wollen die PolitikerInnen ein bißchen dumm reden, nach dem mit Motto: Wir wissen alle nichts, außer eben diese Piraten, mit ihren „ausgetüftelten Computern“. Aber das ist falsch. Auch wenn sich meine Programmiergrundkenntnisse auf längst Vergessenes beim dBase Programmieren in der Schule und etwas Studium der Computerlinguistik an der Uni Stuttgart in den 1980-er Jahren beschränken, meine ich die entscheidenden Entwicklungen in ihrer kulturelle, grundrechtlichen und politischen Dimension dennoch verstanden und daraus meine Schlüsse gezogen zu haben:</p>
<ol start="1">
<li>Die Digitalisierung erfordert neue Ideen im Urheberrecht, da die klassischen Maximen des Urheberrechtes bei Privatkopien nur noch symbolisch und exemplarisch per Abmahn-Guillotine durchzusetzen sind. Gleichheit vor dem Recht, Verhältnismäßigkeit und die legitimen Interessen vieler Autoren und Künstler , aber eben auch der Nutzer bleiben dabei auf der Strecke.</li>
<li>Das entscheidende Rechtsproblem des Netzes ist seine Globalität, nicht fehlendes Recht. Mit nationalstaatlicher Rechtssetzung kommt man nicht weit. Für autoritäre Regime ist ein freies Internet per se eine Gefahr, deshalb brauchen wir eine Allianz und Kooperation demokratischer Staaten, die die Freiheit des Netzes und legitime Rechtsdurchsetzung gleichermaßen als ihre Mission sieht.</li>
<li>Dieses offline-online- Ding: Warum lassen wir den Sicherheitsbehörden online Dinge durchgehen, die offline zu einem Sturm der Empörung geführt hätten?</li>
</ol>
<p>Das thematisiert auch <a href="http://twitter.com/#%21/hildwin" target="_blank">@hildwen</a>, der sich in seinem Blog als Veteran der Volkszählungsboykottbewegung  zu erkennen gibt und damit die geistige Ahnherrenschaft für das „Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung“ gleich ein wenig mit für die Union reklamiert.  Da kann man echt nur noch lachen! Deshalb jetzt mal die Fakten auf den Tisch: In der &#8220;offline Welt&#8221; würde man sich eine Hausdurchsuchung ohne Information des Untersuchten und heimlicher Ablichtung persönlicher Aufzeichnungen nicht gefallen lassen. Doch <a href="http://twitter.com/#%21/peteraltmaier" target="_blank">@peteraltmaier</a> und <a href="http://twitter.com/#%21/dorobaer" target="_blank">@dorobaer</a> haben am 12.11.2008 (<a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/16/16186.pdf" target="_blank">Siehe Plenarprotokoll Seite 72</a>) ohne hörbare Kritik für das BKA-Gesetz (inkl. online-Durchsuchung) gestimmt. Und welch Überraschung, der <a href="http://twitter.com/#%21/thomasoppermann" target="_blank">@thomasoppermann</a> war natülich auch dabei. Es grenzt an schizophrene Züge, &#8220;offline&#8221;, also im Bundestag, die Grundrechte im Internet abzuschaffen und &#8220;online&#8221; dann so zu tun, als sei man everybodys Darling der Netz-Community. Bislang galt der folgende Grundsatz des Bundesverfassungsgerichts für Datenerfassungen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #333333;">&#8220;Dem Einzelnen soll das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, gerade in seinen privaten Wohnräumen gesichert sein&#8221;</span></p>
<p>Diesen Grundsatz hat das Bundesverfassungsgericht selbst – unter hohen rechtlichen und technischen Hürden freilich– für die neuen Kommunikationstechnologien durchbrochen. Unter technisch wahrscheinlich kaum darstellbaren Bedingungen darf man die Spuren des Kommunikatiosverhaltens unbescholtener Bürgerinnen und Bürger aufzeichnen. Die perfide Logik ist dabei: Weil unter der Summe aller auch die Strizis sind, denen man mit Ermittlungen im Bereich ihrer Kommunikationsdaten auf die Spur zu kommen gedenkt. Ein Dammbruch, wenn man bedenkt, dass sonst die Datenerhebung nur unter Voraussetzung der Zweckbestimmung und solange hierfür erforderlich, gestattet wird. Die ED-Behandlung, die vergleichsweise harmlosere Daten erhebt (Fingerabdruck, Lichtbild) hat höhere rechtliche Hürden als die Erhebung unserer gesamten Kommunikationsdaten, die Aufschluss über unsere zeitlich und örtlich genau definierten Bewegungsmuster (<a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-02/vorratsdaten-malte-spitz" target="_blank">siehe Malte Spitz in der Zeit</a>) und unsere Kommunikationspartner gibt.</p>
<p>Die Digitalisierung von Daten zusammengenommen mit der erhöhten Leistungsfähigkeit der Computer hat vergleichsweise harmlosen Datenbeständen, die dereinst in Aktenordnern oder auf Kartei- bzw. später Lochkarten schlummerten, eine neue Brisanz verliehen. Sie lassen sich heute durchsuchen und zusammenführen, um damit personenbezogene Profile zu generieren. Wer hierauf Zugriff hat &#8211; ob Staat oder Private &#8211; hat eine Macht, die es so vorher nicht gab und die über Schicksale entscheiden kann.</p>
<p>Deshalb gilt: Datenarmut ist der beste Datenschutz. Und: Was offline keine Akzeptanz hat, darf man dem Staat oder Unternehmen online erst recht nicht durchgehen lassen. Die Digitalisierung erfordert beim Datenschutz neue und höhere Standards. Hierzu fehlt bei dem neue-Chancen-des-Internet-<wbr>Gesülze von Merkel und ihren Followern jede klare und konkrete Aussage.Wir fragen mal ganz altmodisch: Sag mir wir wo du stehst und welchen Weg Du gehst? :</wbr></p>
<ul>
<li>Kämpft Ihr mit uns für eine freies Internet, ohne Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und für eine Verbesserung des Datenschutzes bei Staat und Wirtschaft?</li>
<li>Wo ist Euer Einsatz für ein Recht auf kommunikative Grundversorgung und die entsprechende flächendeckende Breitbandverkabelung? oder</li>
<li>Wollt Ihr nur ein bißerl bloggen, etwas twittern und mit uns Torte essen und Häkelschweine tauschen?</li>
</ul>
<p>Wenn <a href="http://twitter.com/#%21/peteraltmaier" target="_blank">@peteraltmaier</a> gerade Bauklötzchen staunend Twitter und das Netz erorbert und <a href="http://twitter.com/#%21/dorobaer" target="_blank">@dorobaer</a> weiter nur darauf ist, dass sie jemand bei Twitter zur Sachertorte einlädt, lenkt das vom Wesentlichen ab: Die Union hat ein Interesse an der Optik, der Community vorzumachen, dass irgendwie alle Parteien gleichermaßen zur Freiheit im Netz indifferent bis ablehnend seien – bis auf diese Piraten. Das ist natürlich Kalkül: Berlin direkt hat es klar gemacht: Peter Altmaier will die Piraten stärken, um Rot-Grün zu schwächen. So hofft er statt Rot-Grün, auf Merkel als Kanzlerin einer Rot-Schwarzen Großen Koalition in die nächste Wahlperiode hinüberzuretten. Gut ausgedacht, Herr PGF-Kollege, aber sehr durchsichtig! Eine große Koalition wäre der Worst-Case für eine freiheitliche Innenpolitik und damit auch für die Freiheit im Netz.</p>
<p>Deshalb müssen sich die Piraten und ihre Wähler mit der Frage auseinandersetzen, was ihre Funktion in dieser Auseinandersetzung ist. Die aktuelle Debatte verheißt nichts Gutes.<a href="http://twitter.com/#%21/Schmidtlepp/status/130734977372536832" target="_blank"> Und Christopher Lauer hat es eingestanden</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #333333;">&#8220;Aber der <a href="http://twitter.com/#%21/Volker_Beck" target="_blank"><span style="color: #333333;">@Volker_Beck</span></a> hat recht: Kommen #Piraten in BT wird Koalition wahrscheinlich, die gegen Piratenthemen arbeitet.&#8221;</span></p>
<p>Wenn Piraten programmatisch und strategisch nicht klar machen können, wie und mit wem sie die Freiheit im Netz stärken können und wollen und was sie dafür bereit sind in Feldern mit weißen Flecken ihrer Programmatik mitzutragen, sind sie nicht mehr als Steigbügelhalter einer großen Koalition. Während der letzten großen Koalition verbreitete die Netzgemeinde #Stasi2.0 und #Zensursula als Hashtag und beschrieb damit &#8211; zugegeben etwas grob &#8211; die großen Linien der damaligen Innenpolitik. Das will keiner zurück haben &#8211; außer die sich im Sinkflug befindende Union. Dies sollten wir ihr aber nicht durchgehen lassen.</p>
<p>Da steht noch eine ernste Diskussion an. Denn Parteien und Kirchen haben einen wesentlichen Unterschied:<br />
Einer Kirche reicht der rechte Glaube. Eine Partei ist darauf aus, vom erkannten Richtigen etwas ganz konkret durchzusetzen und nicht das Gegenteil davon zu bewirken.</p>
<p><em>P.S.: Das Netz ist sowohl Kanal für Kommunikation als auch Gegenstand von Politik und Recht. Das Nutzen des Kanals durch Altmaiers Netzis sollte man nicht mit einer konsequenten Parteinahme für die Freiheit im Netz verwechseln.</em></p>
<p><em>P.S.S.: Ich mag den @peteraltmaier als Mensch, aber seine Partei steht für eine Politik des Internets, die auf Abbau der Bürgerrechte und Grundfreiheiten setzt und Integrität und Zugang zum Internet in ihrer sozialen und freiheitlichen Dimension negiert. Über diese Differenz können wir nicht hinwegzwitschern.</em></p>
<p style="text-align: right;">Soviel aus Tadschikistan zur deutschen Netzpolitik. Für heute.</p>
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		<title>Koalition kann nur Politik 1.0</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 14:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Beck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jede und Jeder blamiert sich, so wie er kann. Die Koalitionsmehrheit hat heute gezeigt, dass Union und FDP allenfalls Politik 1.0 können. Sie dementiert auch indirekt damit die Initiative des Bundespräsidenten mit seinen „Bürgerforen“. Wo es echte Beteiligung interessierter BürgerInnen geben soll, kneift sie und erfindet Probleme. Bei der Einsetzung der Internet-Enquete beschloss der Bundestag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jede und Jeder blamiert sich, so wie er kann. Die Koalitionsmehrheit hat heute gezeigt, dass Union und FDP allenfalls Politik 1.0 können. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wulff-unterstuetzt-Online-Buergerforum-1175975.html" target="_blank">Sie dementiert auch indirekt damit die Initiative des Bundespräsidenten mit seinen „Bürgerforen“</a>. Wo es echte Beteiligung interessierter BürgerInnen geben soll, kneift sie und erfindet Probleme. Bei der Einsetzung der Internet-Enquete beschloss der Bundestag (<a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/009/1700950.pdf" target="_blank">Drucksache 17/950</a>):</p>
<p style="padding-left: 30px;">III. Beteiligung</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Enquete-Kommission bezieht die Öffentlichkeit in besonderem Maße in ihre Arbeit mit ein. Über die Arbeit der Kommission wird regelmäßig und so transparent wie möglich auf der Internetseite des Deutschen Bundestages infor- miert. Dort werden zudem Beteiligungsmöglichkeiten angeboten, die Anregun- gen aus der Öffentlichkeit in geeigneter Weise in der Arbeit der Kommission einfließen lassen können.</p>
<p><a href="https://manuelhoeferlin.wordpress.com/2011/01/26/der-18-sachverstandige-lebt/" target="_blank">Vollmundig war von der Öffentlichkeit als 18. Sachverständigen die Rede</a>. Die I&amp;K-Kommission (Kommission für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien) hat dagegen jetzt entschieden:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist die Implementierung der Weiterentwicklung von Adhocracy mit Blick auf die Arbeit der Enquete-Kommission und dem verantwortungsvollen Umgang mit Haushaltsmitteln nicht mehr sinnvoll. Die Implementierung würde erst deutlich nach Erstellung des Zwischenberichts der Enquete-Kommission realisiert werden können. Ebenso liegt zur Zeit kein geeignetes Identifizierungsverfahren für die Nutzen vor.“</p>
<p>Der Ältestenrat hat heute unseren Antrag mit Stimmen von Union und FDP abgelehnt, die I&amp;K-Kommission um einen neuen Entscheidungsvorschlag zu bitten. Der Bundestag sieht sich nach Ansicht der Koalition angeblich technisch nicht in der Lage, Adhocrazy zu implementieren. Kurios, dass die FDP, die diesen Beschluss mitträgt, <a href="http://jimmy-schulz.blogspot.com/2011/01/schulzhoferlinblumenthal-wir-nehmen-die.html" target="_blank">heute durch ihre Abgeordneten Schulz, Höferlin und Blumenthal verkündet</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Wir halten, was wir versprochen haben: Wir setzen auf das Wissen und die Beteiligung der Netzgemeinde im politischen Prozess. Dafür laden wir die Community, alle im Bundestag vertreten Fraktionen und die Mitglieder der Enquete-Kommission ein, mit uns gemeinsam das Partizipationstool &#8220;Adhocracy&#8221; zu nutzen und zu entwickeln. Wir wollen das Bürgerbeteiligungstool auf einer für alle offenen Plattform unter der Domain <a href="http://www.demokratie.de/">www.demokratie.de</a> zur Verfügung stellen und es an den Arbeitsprozess in der Internetenquete anpassen.“</p>
<p>Dies zeigt, wie vorgeschoben die Argumente der Koalition zur Nichtimplementierung von Adhocracy tatsächlich sind. <a href="http://von-notz.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-vom-25012011-2.html" target="_blank">Die Sprecherinnen und Sprecher für Netzpolitik der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der SPD, und DIE LINKE, Dr. Konstantin von Notz, Lars Klingbeil und Halina Wawzyniak, stellen dazu zu Recht fest</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Nachdem sich &#8211; nach über einem Jahr Verhandlungen alle Fraktionen einig waren und die Enquete-Kommission einstimmig das Online-Beteiligungskonzept beschlossen hatte, wurde dieser Konsens nun von Schwarz-Gelb aufgekündigt. Noch bei der Einsetzung der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft hatte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion erklärt: Es gilt, den Kreis der 17 Sachverständigen um einen weiteren Experten zu erweitern: &#8220;Der Bürger soll als 18. Sachverständiger eine zentrale Rolle in der Arbeit dieser Kommission einnehmen. Ziel ist nicht, über die Nutzer des Internets zu reden, sondern mit ihnen. Dies soll auf breiter Ebene geschehen in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken. Bis zur Konstituierung der Kommission ist daher der Deutsche Bundestag aufgefordert, diese Bürgerbeteiligung sicherzustellen und zu organisieren.&#8221; Davon will die Union nun nichts mehr wissen und die FDP akzeptiert diese Kehrtwende offensichtlich, um den Koalitionsfrieden nicht zu gefährden.“</p>
<p>Der Bundestag hat damit heute eine Chance vertan.</p>
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		<title>Konservative suchen nach Bewahrenswertem – Was ist denn hier christlich?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 14:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Beck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Koalition laufen bei den Umfragen die Anhänger in Scharen davon. Die reale Lobbypolitik für Atomlobby und Hoteliers kommt eben schlechter an als die leeren Wahlversprechen von „mehr Netto vom Brutto“. Nachdem der x-te Neustart der Koalition den Motor auch nur weiter stottern lässt, empfehlen viele in der Union zur Mobilisierung des früheren Stammpublikums der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Koalition laufen bei den Umfragen die Anhänger in Scharen davon. Die reale Lobbypolitik für Atomlobby und Hoteliers kommt eben schlechter an als die leeren Wahlversprechen von „mehr Netto vom Brutto“. Nachdem der x-te Neustart der Koalition den Motor auch nur weiter stottern lässt, empfehlen viele in der Union zur Mobilisierung des früheren Stammpublikums der Partei: die Schärfung des konservativen Profils und ein paar Schritte nach rechts. Dabei offenbart die CDU, dass sie gar nicht weiß, was sie eigentlich bewahren will. Die Profilsuche wird so zum etwas hilflosen Stochern im Nebel:</p>
<p>Schon länger versucht die Union mit einer rein innenpolitisch orientierten Kampagne für die verfolgten Christen (praktisch folgt dagegen zwar nichts daraus) statt für die Glaubensfreiheit aller religiös Verfolgten evangelikales und konservativ katholisches Milieu an sich zu binden. Gliederungen der Jungen Union wollen die Familien- und Gesellschaftspolitik wieder in Fraktur schreiben, Generalsekretär Gröhe unterstützt Steinbachs Vorschlag, den 5. August, dem Jahrestag der Verkündung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charta_der_deutschen_Heimatvertriebenen#Au.C3.9Fenwahrnehmung_und_Debatte" target="_blank">Charta der deutschen Heimatvertriebenen</a>, für einen nationalen Gedenktag für die deutschen Heimatvertriebenen, und jetzt hat Laschet als Abgrenzung zu den Grünen das christliche Menschenbild entdeckt.</p>
<p><strong>Gegenüber der <em>Welt</em> sagt er in einem Interview:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Wir müssen die intellektuelle Auseinandersetzung mit den Grünen führen. Das christliche Menschenbild ist der fundamentale Unterschied zwischen uns und ihnen.…</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Das christliche Menschenbild ist immer eindeutig. Deckungsgleichheiten sind ja in Ordnung. Aber das Bild vom Menschen als Individual- und Gemeinschaftswesen gleichermaßen fehlt bei den Grünen oft. Dort denken viele entweder kollektivistisch oder liberalistisch.“</em></p>
<p>Eindeutig an dieser Aussage ist allenfalls eines: Laschet reklamiert für die Union das Christentum, setzt es als Keule gegen die politische Konkurrenz ein, ohne auch nur im Ansatz sagen zu können, was das christliche Menschenbild an praktischer Politik für die Union bedeutet.</p>
<p>Was ist denn an der Unionspolitik nun so besonders christlich? Wofür hat sie sich denn bei wichtigen Fragen entschieden: Für die Bewahrung der Schöpfung oder für die Verlängerung der AKW-Laufzeiten? Oder sehen wir uns die konservative Menschenrechts- und Flüchtlingspolitik an: In puncto Menschenrechtspolitik ist es bei der Union wie im Kino, je weiter die Menschenrechtsverletzungen weg sind, umso klarer werden sie erkannt und verurteilt. Wenn der Flüchtling aber an die Tür klopft, der vor diesen flieht, ist es mit dem Einsatz für Menschenrechte auch schnell wieder vorbei.</p>
<p>Und nun lieber Kollege Laschet, jetzt einmal von Christ zu Christ:</p>
<p>Wir Christen tragen, wenn wir es ernst meinen, unser Christentum nicht als Monstranz vor uns her, denn das wäre sonst ganz unchristlich:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir&#8217;s vergelten öffentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen“</em> (Matthäus: 6 5-7)</p>
<p>Im Übrigen gilt: <em>An ihren Taten</em>, <em>nicht</em> an ihren <em>Worten</em> sollt <em>ihr sie erkennen</em>!</p>
<p>Wenn es um den Schutz von Flüchtlingen, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung von Illegalen, um die Aufnahme von Menschenrechtsverteidigern in Deutschland geht, kann die Union künftig gern beweisen, dass es ihr ernst ist, mit dem christlichen Menschenbild; denn <em>„was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“</em> (Matth. 25:40).</p>
<p>Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass man die eigene Politik nicht religiös begründen sollte. Weil der damit verbundene Absolutheitsanspruch etwas so Unbedingtes hat, dass er den demokratischen Diskurs um eine humanistisch begründete Ethik in der Politik tötet. Aber selbstverständlich haben WIR Christen in die ethische Debatte etwas einzubringen, das auch Nichtchristen – Juden, Muslime, Buddhisten, Hindus, Baha’i, Säkulare, u.a. –unterschreiben können.</p>
<p>Wir, Bündnis 90 / Die Grünen, sind zwar keine christliche Partei, sondern offen für Menschen aus verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Richtungen. Aber für Christen allemal eine gute Alternative.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pojednanie? A gdzie tam.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 09:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Beck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[FDP, partie chadeckie i SPD wybrały dzisiaj w Bundestagu członków rady fundacji „Fundacja Ucieczka, Wypędzenie, Pojednanie“ (Drs. 17/2415) – podczas gdy przeciw tej propozycji głosowali deputowani Parti Zielonych i Lewicy. Początkowo członkiem rady Fundacji chciała być wybrana Erika Steinbach (przewodnicząca Związku Wypędzonych (Bund der Vertriebenen = BdV) i deputowana do Bundestagu z ramienia CDU). Zostało [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FDP, partie chadeckie i SPD wybrały dzisiaj w Bundestagu członków rady fundacji „Fundacja Ucieczka, Wypędzenie, Pojednanie“ (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/024/1702415.pdf">Drs. 17/2415</a>) – podczas gdy przeciw tej propozycji głosowali deputowani Parti Zielonych i Lewicy. Początkowo członkiem rady Fundacji chciała być wybrana Erika Steinbach (przewodnicząca Związku Wypędzonych (Bund der Vertriebenen = BdV) i deputowana do Bundestagu z ramienia CDU). Zostało to – trzeba przyznać, słusznie – udaremione przez ministra spraw zagranicznych Westerwelle przez złożenie weta. A jednak presja ze stronny lobbystów, wywierana zwłaszcza na CSU, spowodowała, że Rząd Federalny się ugiął. Steinbach zrezygnowała wprawdzie z funkcji członka w radzie Fundacji, otrzymała za to podwójną liczbę miejsc w radzie dla członków Związku Wypędzonych – należy zaznaczyć, że więcej niż Niemiecki Bundestag. A Rząd Federalny zrezygnował ze swego prawa weta. W konsekwencji Związek Wypędzonych oddelegował dzisiaj do rady Fundacji tych przedstawicieli, którzy mu odpowiadają. Pytanie, czy osoby te będą służyły celowi Fundacji, jakim jest pojednanie z naszymi wschodnioeuropejskimi sąsiadami, czy uznają fakty historyczne, jak winę Niemiec za rozpętanie wojny, było większości deputowanych do Bundestagu obojętne. Głosowali za przyjęciem propozycji.</p>
<p><strong>Warto przyjrzeć się bliżej dwóm przedstawicielom Związku Wypędzonych:<span id="more-280"></span></strong></p>
<p><strong>Hartmut Saenger</strong>, rzecznik Ziomkostwa Pomorskiego, relatywizował winę Niemiec za rozpętanie wojny w <a href="http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv09/3620090905paz11.htm">artykule z dn. 29.08.2009 w „Pommersche Zeitung” („Gazeta Pomorska”)</a>. Powołuje się on tam otwarcie na rewizjonistę historii Gerda Schultze-Rhonhofa i jego książkę o charakterze rewizjonistycznym pt. „1939. Der Krieg, der viele Väter hatte. Der lange Anlauf zum zweiten Weltkrieg“ („1939. Wojna, która miała wielu ojców. Długa droga do II wojny światowej“). Saenger widzi, podobnie jak Schultze-Rhonhof, winę po stronie Polski, która zgodnie z jego wypowiedzią w latach trzydziestych <em>„zachowywała się szczególnie wojowniczo“</em>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Schultze-Rhonhof">Schultze-Rhonhof uważany jest na ogół za rewizjonistycznego autora, który zakłada manipulację akt urzędowych w Ministerstwie Spraw Zagranicznych, mającą na celu zmuszenie wydawnictw podręczników szkolnych do przekazywania wiedzy o wyłącznej winie Niemiec za rozpętanie II wojny światowej. Poza tym postawił on znak równości między Federalnym Trybunałem Konstytucyjnym a Trybunałem Ludowym z okresu narodowego socjalizmu. Po wyrażeniu zadowolenia przez biskupa Hubera z faktu wykluczenia Martina Hohmannsa z CDU Schultze-Rhonhof wystąpił z kościoła Ewangelickiego na „okres sprawowania posługi przez Hubera“. Ponadto utrzymuje on kontakty z organizacjami rewizjonistycznymi, prawicowymi a nawet skrajnie prawicowymi.</a> Oto duch, w którym żyje również Saenger, gdy w dodatku pisze:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Dość często ma to miejsce [opis wydarzeń z dnia 1 września 1939 r.] w sposób skrótowy: ‚…rozpętana przez reżim narodowosocjalistyczny wojna światowa‘. Takie skrótowe sformułowania pwodują w naturalny sposób pojawianie się więcej pytań, niż mogą odpowiedzieć na już istniejące. Czy obiektem zaintereowania ówczesnych państw w Europie, zwłaszcza dyktatur jak Rosja Radziecka, Polska czy Włochy, był reżim narodowosocjalistyczny, czy też urosła ponownie w siłę Rzesza Niemiecka? </em><em>Czyż dla rozpętania wojny nie trzeba sojuszy? </em><em>I w końcu: w jaki sposób ze sporu o prawa do dostępu terytorialnego i o miasto, jak Gdańsk, który zgodnie z ówczesnym prawem międzynarodowym nie należał ani do Polski, ani do Rzeszy Niemieckiej, mogła wyniknąć wojna światowa między wszystkimi mocarstwami?“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Lecz Rzesza Niemiecka – zwłaszcza że była w sojuszu z Rosją – stała się w Europie zbyt silna dla Anglii. Francja i Anglia wypowiedziały 3 września 1939 r. wojnę Rzeszy Niemieckiej, a ich śladem poszły po kolei mocarstwa należące do Brytyjskiej Wspólnoty Narodów począwszy od Australii po Kanadę. To dopiero Anglia uczyniła wojnę o Gdańsk wojną wyniesioną na cały świat, która potem, poprzez przystąpienie do niej USA z powodu ich interesów w rejonie Pacyfiku, przerodziła się w wojnę globalną.</em></p>
<p><strong>Arnold Tölg, </strong>przewodniczący Związku Wypędzonych w Badenii-Wirtembergii, został również zaproponowany na członka rady Fundacji – i wybrany. W wywiadzie dla „Junge Freiheit“, <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/junge-freiheit">tygodnika, uważanego za ogniwo łączące spektrum prawicowo-konserwatywne i skrajnie-prawicowe</a>, nie robi tajemnicy ze swojej dezaprobaty odnośnie wypłat odszkodowań dla byłych robotników przymusowych. I można postawić sobie pytanie, czy człowiek ten jest nosicielem myśli o pojednaniu:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„To właśnie jest niemiecka i międzynrodowa hipokryzja. Jeśli mówi się o odszkodowaniach dla robotników przymusowych, to należałoby też wyraźnie powiedzieć, że właśnie te kraje, które kierują do nas najbardziej zmasowane żądania, same mają sobie wiele do zarzucenia, ponieważ trzymały one w swoich niezliczonych obozach setki tysięcy niemieckich robotników przymusowych.“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„W takim właśnie traktowaniu tej sprawy widzę ogromny błąd. Pozwalamy na to, aby nasze działania były nam w większym lub mniejszym stopniu zawsze dyktowane  przez zagraniczne środki masowego przekazu, które rozpętują kolejne kampanie. Nikt się temu nigdy nie sprzeciwia i nie mówi wyraźnie, ilu Niemców wykonywało roboty przymusowe, albo jak gigantyczne kwoty odszkodowawcze zostały już wypłacone,…“</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>„Podczas gdy w Norymberdze niemieccy zbrodniarze wojenni zostali słusznie skazani przez zwycięzców, te same kraje popełniły w odniesieniu do robotników przymusowych podobne zbrodnie co hitlerowskie Nimecy.“</em></p>
<p><a title="Meine Rede" href="http://beckstage.volkerbeck.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/RedeVB08072010.pdf" target="_blank">Moje przemówienie można przeczytać tutaj (pdf)</a>. Ponadto w związku z głosowaniem Partii Zielonych w Bundestagu przeciwko tym propozycjom personalnym deputowani Renate Künast, Jürgen Trittin, Katrin Göring-Eckardt, Claudia Roth i ja złożyliśmy następujące oświadczenie (<a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/innenpolitik/dokbin/347/347115.erklaerung_zum_stifungsrat_flucht_vertre.pdf">tutaj w formacie pdf</a>):</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Oświadczenie deputowanych frakcji Sojusz 90/Zieloni w Bundestagu zgodnie z § 31 Regulaminu Bundestagu odnośnie wyboru członków rady fundacji niesamodzielnej fundacji “Fundacja Ucieczka, Wypędzenie, Pojednanie” </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Poprzez odmówienie poparcia dla członków rady fundacji niezależnej fundacji “Fundacja Ucieczka, Wypędzenie, Pojednanie” chcemy wyrazić naszą irytację z powodu niesuwerennego działania Rządu Federalnego i jego ugięcia się przed tracącym z dnia na dzień swoje znaczenie lobby Związku Wypędzonych, a jednocześnie podkreślić, że nie odnosi się to do częściowo bardzo kompetentnych nowych członków rady Fundacji.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wraz z dzisiejszym wyborem członków rady fundacji „Fundacja Ucieczka, Wypędzenie, Pojednanie“ dobiega końca długi okres grania na nosie Rządu Federalnego przez Związek Wypędzonych (BdV) i jego przewodniczącą, Erikę Steinbach. W niedopuszczalny sposób Związek Wypędzonych ośmieszył federalnego ministra spraw zagranicznych, który złożył weto przeciw powołaniu Steinbach do rady fundacji “Fundacja Ucieczka, Wypędzenie, Pojednanie”.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Powołanie Steinbach do rady fundacji obciążyłoby na długi okres stusunki zagraniczne Republiki Federalnej Niemiec i w żaden sposób nie służyłoby celowi fundacji, jakim jest pojednanie zwłaszcza z naszymi wschodnioeuropejskimi sąsiadami. Weto ministra nie wymaga żadnej kompensacji. żądanie Związku Wypędzonych dokonania zwiększenia liczby członków rady Fundacji, aby po złożeniu weta przeciw kandydaturze Steinbach Związek Wypędzonych otrzymał dwa razy więcej miejsc w radzie Fundacji, było zupełnie wygórowane. A jednak Rząd Federalny zgodził się na to, a przy tym dodatkowo zrezygnował ze swojego prawa weta. Liczba członków rady Fundacji wzrosła tymczasem z 13 do 21.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Przeforsowana przez koalicję rządzącą procedura powoływania członków rady Fundacji degraduje Bundestag do przytakującego gremium, ponieważ teraz może on głosować nad przedłożoną mu listą kandydatów do rady Fundacji już tylko w całości. Konsekwencje tego niedemokratycznego postępowania są widoczne wprost. Co najmniej dwie zaproponawane przez Związek Wypędzonych osoby, Arnold Tölg i Hartmut Saenger, zwróciły na siebie uwagę kontrowersyjnymi wypowiedziami, które diametralnie przeczą celowi Fundacji, jakim jest pojednanie z naszymi sąsiadami.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Zwłaszcza CSU kierowała się tutaj wyłącznie interesami swojej kilenteli. Dla nas nie do zaakceptowania jest ani pozbawienie Rządu Federalnego prawa do powoływania członków rady Fundacji (vulgo: prawo weta), ani zwiększenie liczby członków z ramienia Związku Wypędzonych w radzie Fundacji. Związek Wypędzonych miał w radzie Fundacji już dotychczas jedno miejsce więcej niż Niemiecki Bundestag. Jeżeli należałoby cokolwiek zmienić w składzie rady Fundacji, to byłby to udział w radzie tej fundacji wszystkich frakcji zasiadających w Niemieckim Bundestagu, a nie zwiększenie liczby członków z ramienia Związku Wypędzonych.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Renate Künast, Jürgen Trittin, Volker Beck, Katrin Göring-Eckardt i Claudia Roth</em></p>
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		<title>Versöhnung? Nix da.</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 13:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Beck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[FDP, Union und SPD haben heute im Bundestag die Mitglieder des Stiftungsrates der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ (Drs. 17/2415) gewählt – gegen die Stimmen von Grünen und Linkspartei. Ursprünglich wollte Erika Steinbach (Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und CDU Bundestagsabgeordnete), in den Stiftungsrat. Dies konnte, zugegeben richtiger Weise, Außenminister Westerwelle mit einem Veto verhindern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FDP, Union und SPD haben heute im Bundestag die Mitglieder des Stiftungsrates der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ (<a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/024/1702415.pdf">Drs. 17/2415</a>) gewählt – gegen die Stimmen von Grünen und Linkspartei. Ursprünglich wollte Erika Steinbach (Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und CDU Bundestagsabgeordnete), in den Stiftungsrat. Dies konnte, zugegeben richtiger Weise, Außenminister Westerwelle mit einem Veto verhindern. Doch der Lobby-Druck, insbesondere auf die CSU, lies die Bundesregierung einknicken. Steinbach verzichtete auf ihren Sitz im Stiftungsrat, bekam dafür aber für den BdV doppelt soviele Sitze – im übrigen auch mehr als der Deutsche Bundestag. Und die Bundesregierung gab ihr Veto-Recht auf. Die Konsequenz: der BdV bekam heute die Vertreter in den Stiftungsrat, die ihm passen. Ob diese Personen dem Stiftungszweck der Versöhnung mit unseren östeuropäischen Nachbarn dienen oder historische Tatsachen wie die Kriegsschuld Deutschlands anerkennen, waren der Mehrheit des Deutschen Bundestags heute egal. Sie stimmten zu.</p>
<p><strong>Ein Blick auf zwei BdV-Vertreter lohnt sich:</strong></p>
<p><strong>Hartmut Saenger</strong>, Sprecher der Pommerschen Landsmannschaft, relativierte die deutsche Kriegsschuld in einem <a href="http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv09/3620090905paz11.htm">Gastbeitrag am 29.08.2009 in der Pommerschen Zeitung</a>. Darin bezieht er sich auf den Geschichtsrevisionisten Gerd Schultze-Rhonhof und offen auf dessen geschichtsrevisionistiches Buch „1939. Der Krieg, der viele Väter hatte. Der lange Anlauf zum zweiten Weltkrieg“. Saenger sieht, wie Schultze-Rhonhof, die Schuld bei Polen, dass sich nach seiner Aussage in den 1930er Jahren <em>„besonders kriegerisch aufführt“</em>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Schultze-Rhonhof">Schultze-Rhonhof gilt allgemein als geschichtsrevisionistischer Autor, der von der Manipulation von amtlichen Akten im Auswärtigen Amt ausgeht, um die Schulbuchverlage dazu zu zwingen, die deutsche Alleinschuld am zweiten Weltkrieg zu vermitteln. Er verglich zudem das Bundesverfassungsgericht als Volksgerichtshof. Nachdem Bischof Huber den Ausschlus Martin Hohmanns aus der CDU begrüßte, trat Schultze-Rhonhof für die „Amtszeit Hubers“ aus der evang. Kirche aus. Er unterhält zudem Kontakte zu revisionistischen, rechten bis rechtsextremen Organisationen.</a> Das ist der Geist, den ebenfalls Saenger atmet, wenn er zudem schreibt:</p>
<blockquote><p><em>„Oft genug geschieht das [die Beschreibung der Vorgänge am 1. September 1939] unter Kurzformeln wie: ‚…der vom nationalsozialistischen Regime entfesselte Weltkrieg‘. Solche Kurzformeln werfen naturgemäß mehr Fragen auf, als beantwortet werden. Stand für die damaligen Mächte in Europa, zumal den Diktaturen wie Sowjetrussland, Polen oder Italien das nationalsozialistische Regime im Fokus oder das wieder erstarkte Deutsche Reich? Gehören zum Entfesseln eines Krieges nicht Bündnisse? Und schließlich: Wie kann aus einem Streit um Zugangsrechte und eine Stadt wie Danzig, die damals völkerrechtlich weder zu Polen noch zum Deutschen Reich gehörte, ein Weltkrieg zwischen allen Großmächten entstehen?“</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Aber das Deutsche Reich war – zumal im Bündnis mit Rußland – für England in Europa zu stark geworden. Frankreich und England erklärten am 3. September 1939 dem Deutschen Reich den Krieg, nacheinander folgten die Commonwealthmächte von Australien bis Kanada. Erst England machte den Krieg um Danzig zu einem weltweit ausgetragenen Krieg, der dann durch den Kriegseintritt der USA wegen seiner Interessen am Pazifik zum globalen Krieg ausuferte.</em></p></blockquote>
<p><strong>Arnold Tölg, </strong>Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Baden-Württemberg, war ebenfalls vorgeschlagen – und gewählt worden. Im Interview mit der Jungen Freiheit, <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/junge-freiheit">einer Wochenzeitung, die als Scharnier zwischen dem rechtskonservativen und dem rechtsextremen Spektrum gilt</a>, macht dieser keinen Hehl aus seiner Ablehnung für Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter. Und man darf schon fragen, ob dieser Mensch einen Versöhnungsgedanken in sich trägt:</p>
<blockquote><p><em>„Genau das ist eben die deutsche und internationale Heuchelei. Wenn man über Zwangsarbeiterentschädigung spricht, müßte man auch deutlich machen, daß gerade die Länder, die am massivsten Forderungen gegen uns richten, genügend Dreck am Stecken haben, weil Sie Hunderttausende deutscher Zwangsarbeiter in zahllosen Lager hatten.“</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>„Ich sehe eben in dieser Behandlung einen riesen Fehler. Wir lassen uns immer das Handeln von den ausländischen Medien mehr oder weniger vorschreiben, die die Kampagnen lostreten. Es wird niemals dagegen gehalten und deutlich gemacht, wie viele Deutsche Zwangsarbeit geleistet haben, welche gigantischen Wiedergutmachungs-Zahlungen geleistet wurden,…“</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>„Während in Nürnberg von den Siegern die deutschen Kriegsverbrecher zurecht verurteilt wurden, haben die gleichen Länder bezüglich Zwangsarbeitern ähnliche Verbrechen begangen wie Hitler-Deutschland.“</em></p></blockquote>
<p><a href="http://beckstage.volkerbeck.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/RedeVB08072010.pdf">Hier finden Sie meine Rede zum Nachlesen (pdf)</a>. Außerdem haben Zum Nein der Grünen im Bundestag Renate Künast, Jürgen Trittin, Katrin Göring-Eckardt, Claudia Roth und ich folgende Erklärung abgegeben (<a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/innenpolitik/dokbin/347/347115.erklaerung_zum_stifungsrat_flucht_vertre.pdf">hier als PDF</a>): <span id="more-267"></span></p>
<blockquote><p><strong>Erklärung von Abgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nach § 31 GO-BT zur </strong><strong>Wahl von Mitgliedern des Stifungsrates der unselbständigen Stiftung &#8220;Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung&#8221;</strong><strong> </strong></p>
<p>Mit der Ablehnung der Mitglieder des Stiftungsrates der unselbständigen Stiftung &#8220;Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung&#8221; möchten wir unsere Verärgerung über das unsouveräne Verhalten der Bundesregierung und deren Einknicken gegenüber über der täglich unbedeutender werdenden Lobby des BdV zum Ausdruck bringen und ausdrücklich nicht unsere Ablehnung gegenüber den zum Teil durchaus kompetenten neuen Mitgliedern des Stiftungsrates.</p>
<p>Mit der heutigen Abstimmung über die Wahl von Mitgliedern des Stiftungsrates der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ geht ein langer Tanz der Bundesregierung am Nasenring des Bundes der Vertriebenen (BdV) und seiner Vorsitzendenen, Erika Steinbach, zu ende. Auf inakzeptable Weise führte der BdV den Bundesaußenminister vor, der ein Veto gegen die Berufung Steinbachs in den Stiftungsrat der &#8220;Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung&#8221; eingelegt hatte.</p>
<p>Steinbachs Bestellung in den Stiftungsrat hätte die auswärtigen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig belastet und wäre dem Stiftungszweck der Versöhnung insbesondere mit unseren östlichen europäischen Nachbarn  alles andere als förderlich gewesen. Das Veto bedurfte keiner Kompensationen. Die Forderung des BdV nach einer Erweiterung des Stiftungsrates, um nach dem Veto gegen Steinbach doppelt soviele Sitze im Stiftungsrat zu erhalten, war total überzogen. Doch die Bundesregierung ist darauf eingegangen und hat zudem ihr Vetorecht aufgegeben. Der Stiftungsrat ist nun von 13 auf 21 Mitglieder angewachsen.</p>
<p>Das von der Koalition durchgesetzte Benennungsverfahren degradiert den Bundestag zu einem Abnickgremium, indem er über die ihm vorgelegte Stiftungsrats-Liste nur noch als Ganze abstimmen kann. Die Folgen dieses undemokratischen Verfahrens sind unmittelbar sichtbar. Zumindest zwei der vom BdV benannten Personen, Arnold Tölg und Hartmut Saenger, sind mit Einlassungen aufgefallen, die dem Stiftungszweck der Versöhnung mit unseren Nachbarn diametral entgegenlaufen.</p>
<p>Insbesondere die CSU ist hier allein ihrer eigenen Klientel gefolgt. Weder der Wegfall des Bestellungsrechtes der Bundesregierung (vulgo: Veto-Recht) noch die Erhöhung der Sitze des BdV im Stiftungsrat sind akzeptabel.  Der Bund der Vertriebenen hatte schon vorher einen Sitz mehr als der Deutsche Bundestag im Stiftungsrat. Wenn man an der Zusammensetzung des Stiftungsrates etwas hätte ändern sollen, dann wäre die Beteiligung aller Fraktionen des Deutschen Bundestages an dieser Stiftung und nicht die Erhöhung der Sitze für den Bund der Vertriebenen der Grund gewesen.</p>
<p><em>Renate Künast, Jürgen Trittin, Volker Beck, Katrin Göring-Eckardt und Claudia Roth</em></p></blockquote>
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		<title>Der 16. Landesverband der Union</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 22:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker Beck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beckstage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländer]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Staatsangehörigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalstatistik]]></category>
		<category><![CDATA[Ramsauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 16. Landesverband der Union, die CSU, scheut sich in seinem politischen Abstiegkampf auch nicht vor der Bedienung rassistischer Vorurteile. Wahrscheinlich wird es ihm nichts mehr nützen. Die CSU wird trotzdem auf das Normalmaß eines CDU-Landesverbandes zurechtgeschrumpft. Das ist für einige schwer zu verkraften, und Ramsauer brüllt besonders laut, weil sein Stuhl gerade wackelt. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 16. Landesverband der Union, die CSU, scheut sich in seinem politischen Abstiegkampf auch nicht vor der Bedienung rassistischer Vorurteile. Wahrscheinlich wird es ihm nichts mehr nützen. Die CSU wird trotzdem auf das Normalmaß eines CDU-Landesverbandes zurechtgeschrumpft. Das ist für einige schwer zu verkraften, und Ramsauer brüllt besonders laut, weil sein Stuhl gerade wackelt.  Auf der Strecke bleibt die demokratische Kultur.</p>
<p>Die CSU will neben der Staatsangehörigkeit nun auch die Herkunft von Tatverdächtigen in der Kriminalstatistik erfassen. Ramsauers Begründung ist haarsträubend: Das Sinken der Ausländerkriminalität sei darauf zurückzuführen, dass Ausländer -aber eben nur- &#8220;formal Deutsche geworden sind&#8221;. Aber der Ausländer steckt ihnen seiner Ansicht nach wohl immer noch irgendwie in den Knochen oder besser im Blut. Das ist wirklich völkische Denke und der Versuch einer Ethnisierung sozialer Probleme.</p>
<p>Herr Ramsauer sollte seine Worte überdenken und sich dafür bei allen Neustaatsbürgern entschuldigen! Allerdings: Eines ist sicher richtig, bestimmte Delikte haben einen 100%-igen Ausländeranteil: Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz! Man kann sie als Deutscher einfach nicht begehen.</p>
<p>In der Sache verstoßen die CSU-Vorschläge gegen europäische und internationale Rechtsnormen, die eine Diskriminierung aufgrund der Rasse oder der ethnischen Herkunft ausdrücklich verbieten. Und auch das Grundgesetz formuliert unmissverständlich: „Niemand darf wegen …, seiner Abstammung, seiner Rasse…, seiner Heimat und Herkunft … benachteiligt oder bevorzugt werden.“</p>
<p>Und wie hat der CSU-Landesgruppenchef sich das eigentlich praktisch vorgestellt? Stünde bei mir dann &#8220;Tscheche&#8221;, weil mein Vater aus dem Sudetenland stammt, oder &#8220;Österreicher&#8221;, weil mein Großvater in der K.u.K.-Armee Offizier war?</p>
<p>Richtig ist: Eine vernünftige Integrationspolitik weiß um die Bedeutung von Bildungspolitik, Chancengleichheit und sozialen Verbesserungen für die Senkung der Kriminalitätsrate. Aber sie verkürzt Probleme der Kriminalität nicht auf Kriterien wie Rasse und ethnische Herkunft.</p>
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